Prof. Dr. Caspar Hirschi

Professor für Allgemeine Geschichte, Universität St.Gallen

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Caspar Hirschi ist Professor für Geschichte an der Universität St.Gallen. Er studierte in Fribourg und Tübingen und lehrte an den Universitäten Cambridge und an der ETH Zürich. Zu seinen Forschungsgebieten gehört die Geschichte des Nationalismus und Populismus, das Verhältnis von Wissenschaft und Politik im Allgemeinen und die Rolle der wissenschaftlichen Politikberatung in Krisen im Besonderen. Er ist als Experte für diese Themen sowohl in den Medien als auch in der Politikberatung tätig.

2012 veröffentlichte er bei Cambridge University Press The Origins of Nationalism: An Alternative History from Ancient Rome to Early Modern Germany. Das Buch wurde 2023 ins Chinesische und 2025 ins Russische übersetzt. 2018 erschien bei Matthes & Seitz das Buch Skandalexperten – Expertenskandale: Zur Geschichte eines Gegenwartsproblems. 2021 publizierte er im Leviathan den Aufsatz «Expertise in der Krise. Zur Totalisierung der Expertenrolle in der Euro-, Klima- und Coronakrise».

2022 hat er im Auftrag des Schweizer Wissenschaftsrates einen Bericht zum Thema Wissenschaftliche Politikberatung in Krisenzeiten in der Schweiz: eine Analyse der Finanzkrise, des Fukushima-Unfalls und der COVID-19 Pandemie mitverfasst. Der Bericht stellte Optionen für eine Reform der wissenschaftlichen Politikberatung in der Schweiz während akuten Krisen vor und entwickelte ein Szenario, das als Grundlage für den Aufbau des National Science Advice Network diente. Im gleichen Jahr wurde Hirschi ins Wissenschaftliche Beratungsgremium zu COVID 19 für den Schweizer Bund und die Kantone in der postakuten Phase gewählt. Caspar Hirschi ist im Vorstand der Schweizerischen Akademie für Geistes- und Sozialwissenschaften und diente während mehr als zehn Jahren im Evaluationsschuss des Deutschen Wissenschaftsrates.